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Auf der Jagd nach Tesla

Georg Kracher titelte in der SZ, Porsche, Audi, BMW und Mercedes “machen sich mit Elektromodellen auf die Jagd nach Tesla”. Hier kurz zusammengefasst die Pläne der deutschen Premiummarken zu reinen E-Autos aus diesem Artikel.

Audi

  • Q6 e-tron auf Basis des Q5
  • 350 bis 500 km Reichweite
  • 450 und 650 Nm Leistung
  • Preis: 80 000 bis 100 000 Euro

BMW

  • i5 oder i7 auf Basis des 5ers
  • Reichweite 125 km
  • Preis min. 100 000 Euro

Porsche

  • 717 auf Basis des Panamera
  • bis 500 km Reichweite
  • ab 2019

Mercedes

  • Ecoluxe, (Coupe oder Sedan)
  • 450 bis 550 km Reichweite
  • 70 000 bis 120 000 Euro
  • ab Ende 2019 / 2020

Tesla

  • Model S
  • max. 500 km Reichweite
  • 600 Nm Leistung
  • Preis 68 000 bis 100 000 Euro
  • seit 2012

Fazit: Die deutschen Hersteller sehen ein, dass Elektroautos mit hoher Reichweite möglich sind. Die geplanten Modelle spiegeln die Charakteristika der Tesla-Pendants. Frühestens kommen diese Modelle in vier Jahren auf den Markt. Schon heute erreicht Tesla deren Leistungsdaten und unterbietet die Preise. Mercedes plant anscheinend mit sehr hohen Fertigungszahlen – 80 000 Einheiten pro Jahr. Auch die anderen Hersteller kalkulieren mit mindestens 30 000 Einheiten pro Jahr. Woher die dafür nötigen Lithiumzellen kommen werden, ist noch nicht bekannt.

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Square's mistake

If the mobile payment competition has not been strong before, with Apple entering the market this week with Apple Pay it became brutal. The company that got hit the hardest might be Square.

The pioneer in sending money via an extension on your smartphone and later via mail revealed a weak spot: Their goal (and value proposition) was to make payment as easy as possible, while still relying on credit cards. However, getting this card out of your pocket was far less of a hassle than dealing with the apps by Square and its copy-cats. Over time Square seems to have sensed that as they spread their offering from POS-cash-machines to food ordering and – with its acquisition of Caviar for presumably $90M in August 2014 – food delivery (another crowded space). Its high valuation prevented them from going public, and also made further investment rounds difficult (however, in October 2014 Square announced closing a Series E investment round, $150 M at a $8 Billion valuation). It is a complicated situation they find themselves in now.

Square’s biggest problem: Their business model is of a low-profit kind, as they have built their system on top of credit card institutes such as MasterCard and Visa. These two giants are able to demand hefty fees, while others take care that their anachronistic system keeps up with the pace of technological progress. This means little work for high returns which results in a profit margin of around astonishing 40 %. Square surely helping here.

Another problem is that merchants who use their cash machine can easily swap it with one that offers lower fees. All of them are built on credit cards, so nothing stops them from doing that. PayPal, Amazon and others are very willing to compete on price, and Square does not offer enough to move the game to another playing field.

If I would be in the position to suggest a strategy, I would recommend Square to go after the Point Of Sale Business. This is what they are already good at. Offer a great cash register that speaks NFC, provides controlling, accounting and analytic tools and more (there are a lot of other ideas to come up with that empower small shop owners). Leave the payment side to those who dare (for now).  ((Doing this means to acknowledge that some investments have to be written off.))

In short: Square (so far) failed to built a platform that locks in either the customers or the sellers. That is why Apple Pay might hit them so hard. Apple itself sees that business from a completely different point of view. They don’t plan to make money with that offering. Apple’s platform and cash cow is the iPhone, and with Apple Pay they have just one goal: Increase the lock in for iPhone customers even more.

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Das Missverständnis über den Beruf des Politikers

In dem Computerspiel Democracy 2 schlüpft der Spieler in die Rolle eines Präsidenten einer demokratischen Regierung. Verschiedenste Nachrichten prasseln auf den Spieler ein, und er kann darauf mit den Werkzeugen eines Politikers reagieren, beispielsweise verschiedenste Steuern erhöhen und senken. Darüber hinaus erfährt er den genauen Stand seiner Popularität in der Bevölkerung. Ein Tester berichtete, dass es nicht lange dauert, und man beginnt unweigerlich, an den Schrauben zu drehen, die das Haushaltsbudget nicht ruinieren, aber doch die Bürger kurzfristig beruhigen — also genau so zu handeln, wie es Politiker im Allgemeinen tun.

Dieses Handeln führt in der Bevölkerung zu Unmut. Man wirft Politikern vor, wenn nicht aus Dummheit, dann aus Eigennutz zum Nachteil der Bürger zu handeln. Der Grund dieser Unzufriedenheit liegt meiner Meinung nach in einem Missverständnis gegenüber des Berufs des Politikers. Seine Aufgabe besteht nicht darin, das Volk in eine bessere Welt zu führen. Die Welt zu verbessern kann natürlich eine Motivation sein, in die Politik zu gehen — und es ist wahrscheinlich die ehrenhafteste.1 In der Praxis jedoch ist das primäre Ziel eines jeden Politikers, seine Wähler zu vertreten, oder greifbarer ausgedrückt, wiedergewählt zu werden. Deshalb trifft kaum ein Politiker eine Entscheidung für sich oder für das Gute der Welt, sondern um diesem Ziel näher zu kommen.2 Tatsächlich lässt sich fast jedes neue Gesetz zurückführen auf das Argument, dass es, wenn nicht Arbeitsplätze schaffen, dann wenigstens erhalten wird. Daraus lässt sich schließen, dass der Sicherung von Beschäftigung die höchste Priorität der Wähler ist. Und so lässt sich auch die Trägheit der Politik erklären, wenn es darum geht, auf Veränderung zu reagieren: Im Wandel wird es immer Phasen geben, in der Menschen ohne Anstellung sind.

Kurz gesagt: Der Beruf eines Politikers besteht nicht darin, den Staat in eine positive Richtung zu führen, sondern die Meinung seiner Wählerzielgruppe zu sammeln und umzusetzen.

Die Entrüstung war groß, als der Spiegel berichtete, dass “in der vergangenen Wahlperiode das Bundespresseamt rund 600 bislang unveröffentlichte Umfragen in Auftrag gab”,3 weil sich eine Vermutung bestätigte: Frau Merkel handelt so, dass sie beim Volk mit hoher Wahrscheinlichkeit weiterhin beliebt ist. Als sie den Atomausstieg nach dem Unglück in Fukushima beschloss, dann wahrscheinlich nicht, weil sie einen Fehler erkannte und korrigieren wollte. Stattdessen hatte sich anscheinend die Meinung der Bevölkerung zur Atomenergie schrittweise geändert, und das tragische Ereignis hat die Meinung der Mehrheit erstmalig auf diese Seite schwenken lassen. Andernfalls hätte sie diese Maßnahme auch nicht durchsetzen können, denn schon bei der nächsten Wahl wäre ihre Partei abgestraft worden, und wir würden immer noch bei jedem Wahlkampf davon hören. Wenn Frau Merkel also relativ frei von Prinzipien handelt, dann vielleicht deshalb, weil die Menschen widersprüchlich und wechselhaft denken. Jedes Volk hat die Regierung, die es verdient (Graf Joseph Marie de Meistre).

Einerseits täte es der Politiklandschaft in Deutschland sicherlich gut, würden es mehr Quereinsteiger – erfolgreiche Unternehmer und Ingenieure beispielsweise – in die Parlamente schaffen. Andererseits zeigte sich, dass sie in dieser anderen Welt nicht gut zurecht kommen4. Während der Erfolg eines Politikers maßgeblich mit seinem Können zusammen hängt, Beziehungen zu pflegen und Koalitionen zu schmieden, entwickelt ein Unternehmer eine eigene Strategie und setzt sie gegen alle Widerstände innerhalb des Unternehmens durch. Im Unternehmen haben sie durch ihren Status als Geschäftsführer die Legitimation dazu. In der Politik wird ihnen der Glaube, dass sie dort mit der selben Legitimation handeln, zum Verhängnis.

Der Erfolg der AfD bei der letzten Wahlen lässt sich mit der in der Bevölkerung vorhandenen Unzufriedenheit gegenüber der Erweiterung der EU und den damit verbundenen Verpflichtungen erklären. Die etablierten Parteien und auch in der Presse werden diese nicht widergespiegelt. Von oben herab die Vorteile dieses Zusammenwachsens aufzuzählen, ist da nicht hilfreich. Ich bin ein großer Verfechter des europäischen Gedankens, und ich sehe mich an erster Stelle als Europäer und erst an zweiter als Deutscher. Deshalb beunruhigen mich diese Ängste und der Erfolg dieser Partei. Andererseits bin ich froh, dass die Ängste artikuliert werden, denn nur dann lassen sie sich klären. Wenn man als Politiker durch Umfragen schon frühzeitig davon erfahren hat, umso besser.

Die Konsequenz aus diesen Mechanismen ist für mich nun nicht, eine stärkere Beteiligung der Bürger an der Gesetzgebung zu fordern. Dafür ist das Interesse an politischer Beteiligung einfach zu gering, noch dazu die Aufgabe zu kompliziert, um sie in der Freizeit adäquat ausfüllen zu können. Aber ich finde es nicht verwerflich, Ergebnisse aus Meinungsumfrage als Grundlage für Diskussionen und Entscheidungen zu nehmen. Natürlich darf man sie auch nicht zu ernst nehmen: Sie sind selten repräsentativ, da nur eine bestimmte Bevölkerungsgruppe überhaupt Zeit hat und bereit ist, daran teilzunehmen. Außerdem beeinflusst schon die Fragestellung das Ergebnis. Für den Politiker bedeutet es, noch mehr auf die Bürger zu hören. Oder mit offenen Fragen an die Bevölkerung Diskussionen anzuregen.5 Für den Bürger bedeutet es, statt auf Politiker zu schimpfen, lieber den eigenen Standpunkt zu finden und zu artikulieren. Merkel wird ihn hören.6


  1. Ich vermute, dass die meisten Politiker einfach in diesen Beruf hineingerutscht sind. 

  2. Wer nicht zur Wahl geht, wird bei Abstimmungen folglich nicht berücksichtigt.Und wer aus Protest Radikalen oder Komödianten seine Stimme gibt, verhindert nur, dass überhaupt über etwas abgestimmt wird. 

  3. http://www.sueddeutsche.de/politik/meinungsforschung-merkel-laesst-sich-ueberraschend-stark-von-umfragen-leiten-1.2119051 

  4. umgekehrt ist das genauso richtig 

  5. Im Gegensatz zum Populisten, der das genaue Gegenteil anstrebt. 

  6. Ich bin übrigens kein Merkel-Fan. Ich denke nur, dass sie nach dieser Philosophie handelt, und das finde ich gar nicht so schlecht. 

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How often should jeans be washed?

Turns out, I used to wash my jeans too often. A spokeswoman from Levis answering this question on quora wrote:

We suggest washing every five to six wears. Although there are some that advocate washing as little as possible. In fact, the director of brand concepts and special projects […] washes his once every six months.

The general tone was that you should wash them as seldom as possible. That’s not only better for your jeans, but also for the environment. To break down odor or bacteria, you could put them in the freezer instead.

Budapest Panorama
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Budapest

…hat mich überrascht, auf sehr positive Weise. Es ist eine tolle Stadt, wenn man in Cafés rumhängen, Sandwiches genießen, oder unabhängige Künstlerläden besuchen will, oder sich einfach nur die Füße wund laufen will in historischer Umgebung. Es folgt ein kleiner Stadtführer.