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2014-04-29 14.31.12-1B
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Rezept: Kalt gebrauter Kaffee // Cold-brewed Coffee

Ich stand dem kalten Kaffee ein wenig skeptisch gegenüber. An einem besonders heißen Tag entschied ich mich an der Theke spontan dafür — dass der Kaffee über zwölf Stunden kalt gebraut wurde, machte mich neugierig. Anfangs schätzte ich vor allem die Kühle des Getränks, nach weiteren Gläsern den intensiven, aber weniger bitteren Geschmack.

Cold_brewed

Ich las, dass die Herstellung so einfach ist, dass man es selbst einmal ausprobieren kann: Man mischt tatsächlich einfach nur Kaffeepulver mit Wasser, und lässt es im Kühlschrank stehen. Über die Zeit löst sich nicht nur der Geschmack, sondern auch das Koffein vollständig — Bitterstoffe hingegen kaum. Einzig kritischer Teil der Herstellung ist das Mischverhältnis von Kaffeepulver zu Wasser, da gibt es doch sehr unterschiedliche Meinungen. Der Industriestandard empfiehlt, für heiß-gebrühten Kaffee 50-65 g Pulver auf einen Liter Wasser zu verwenden. Bei meinem ersten Versuch verwendete ich deutlich mehr Pulver (immer noch weniger als die in manchen Rezepten empfohlenen 200g), mit der Folge, dass sich die French Press, die normalerweise ein einfaches Abseihen ermöglicht, nicht mehr zu bewegen war. Beim zweiten Versuch verwendete ich 70 Gramm Kaffeepulver auf 1 Liter Wasser, das hat sehr gut funktioniert. Man kann das aber nach belieben erhöhen. Es ist nicht unüblich, auf diese Weise ein Konzentrat zu erzeugen, das vor dem Genuss mit Wasser verdünnt wird.

Kurze Anleitung

  1. French Press oder Glasgefäß, das in den Kühlschrank passt, bereitstellen
  2. Darin 1l Wasser und 70g (oder mehr) Kaffeepulver (größerer Mahlgrad allgemein besser) verrühren
  3. 12 bis 24 im Kühlschrank stehen lassen, währenddessen immer wieder mal umrühren
  4. Filtern — fertig
  5. Innerhalb der nächsten 1 bis 2 Wochen trinken
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“→ Sonst noch was?”

Tobias Haberl im SZ-Magazin:

Im 21. Jahrhundert scheinen wir Menschen der westlichen Welt davon überzeugt zu sein, dass wir auf nichts mehr verzichten müssen: Veganer fordern Bohnenquark, der nach Fleisch schmeckt, Vielflieger fordern Internet auf 10 000 Meter Höhe, Arbeitnehmer fordern weniger Arbeitsstunden bei steigendem Lohn. Und Menschen, die sich für Katholiken halten, fordern eine Kirche, die zum Zeitgeist passt, weil sie am Ende zwar erlöst werden wollen, sich aber bitte nichts verbieten lassen möchten. Wir gehen davon aus, dass uns alles zusteht und wir es uns redlich verdient haben, jeden Aspekt des Lebens kennenzulernen und auszukosten – aber das ist falsch.

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Stadtplan Lima / Perú

Angeblich ist Perú für seine Küche bekannt, und übertrifft die der anderen südamerikanischen Länder an Qualität und Einfallsreichtum. Deshalb habe ich nicht nur oft in kleinen Restaurants an den Straßenecken gegessen, sondern auch immer wieder “bessere” Restaurants besucht. Aus beiden Kategorien möchte ich hier einige vorstellen (die Fettbedruckten habe ich besucht, von den anderen nur gelesen).

Lima, Miraflores

  • La Lucha Sanguchería: überragende Sandwiches, wenige Zutaten von bester Qualität
  • Tanta: Restaurant des Jamie Oliver von Südamerika
  • Astrid & Gastón: dort hat der besagte Mann angefangen. Es galt als das beste Restaurant Limas, ist in den Rankings aber abgerutscht.
  • Papacho: Burgerladen des besagten Mannes
  • Chebicheria La Mar: angeblich gibt es dort das beste Cheviche
  • Tropicana: gute peruanische Hausmannskost
  • Tarboüsh am Parque Kennedy hat arabischer Küche
  • Kulcafe: nettes Café eines halb-deutschen Paar
  • Pasteleria San Antonio: leckere Salate

Lima, Barranco

  • La Pescadería – Av. Grau 689 Barranco; sehr gute Fischgerichte
  • Antica Pizzeria serviert die vielleicht beste Pizza
  • Burrito Bar: gute Burritos
  • Café Bisetti röstet die Kaffeebohnen selbst –> bester Cappuccino der Stadt (behaupte ich einfach mal)
  • La 73 muss super sein
  • Canta Rana: dort aß ich das beste traditionelle Cheviche
  • Restaurante Arlotia bietet ein paar ausgefallene Cheviche-Varianten und andere Gerichte mit baskischem Einschlag.
  • Sofa Cafe: ein Café nach globalem Geschmack
Arequipa
  • Crepisimo: verschiedenste Crepes
  • Zingaro: edles Restaurant
  • Zig Zag steht in den Rankings ganz oben
Mancora
  • La Sirena d’Juan: sehr sympathisches kleines Restaurant mit wahnsinnig guter Küche, mein Favorit unter all den Vorstellungen
  • La Mosca en la Sopa: mein Burger war toll, die anderen Gerichte sind es bestimmt auch
  • Green Eggs and Ham: amerikanisches Frühstück mit Pancakes und allem, was man sich um die Zeit so wünscht